„Dass die Vergangenheit auch angesprochen wird.“
Sabine Müller-Warken

9. März 2026

Am 06.03. führten die Mitglieder*innen der AG Erinnerungskultur erneut die Rallye anlässlich des Todestages der Geschwister Scholl mit allen Secherklassen unserer Schule durch. Hans und Sophie Scholl engagierten sich zusammen mit Alexander Schmorell, Christoph Probst, Willi Graf und Professor Kurt Huber während des NS-Terrorregimes in der Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“. Sie setzen sich für Toleranz, Miteinander und Menschlichkeit ein.

In dieser Rallye lernen „die Kleinen“ die Biografien der Mitglieder der Weißen Rose kennen, setzen sich mit den Werten auseinander, die sie vertreten haben, und hören auch etwas über den historischen Hintergrund. Hierbei erfahren sie, dass Hans und Sophie Scholl, zwei Menschen, die sich stark gemacht haben, für ein tolerantes Miteinander, am 22.02. 1943, nur wenige Stunden nachdem sie vom Volksgerichtshof, unter dem Vorsitz des berüchtigten Roland Freisler zum Tode verurteilt worden waren, mit der Guillotine enthauptet wurden. Sie waren bereit, ihre Leben herzugeben für die Freiheit. Wenige Tage zuvor, am 18.02., wurde das Geschwisterpaar beim Verteilen eines Flugblattes in der Münchener Universität vom Hausmeister entdeckt, welcher sie bei der Gestapo denunziert.

Jede Klasse durchläuft eine Stunde die von den Mitgliedern*innen der AG vorbereitete Rallye. Zum Ende setzten sich die Schüler*innen mit der Frage auseinander, was sie von einer Schule erwarten, die sich Geschwister Scholl Gymnasium nennt. In diesem Zusammenhang werden Dinge notiert wie „tolerantes Miteinander“, „gegenseitige Akzeptanz“, aber auch „gegen Nazis“. Ein Mädchen notierte auf ihrem Zettel den Satz: „Sie erwarte, dass die Vergangenheit auch angesprochen wird.“ Dies fand ich beeindruckend und sehr wichtig, denn nur derjenige, der sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt, aus ihr lernt, kann auch daraus Rückschlüsse für die Gegenwart ziehen.

Für uns als Schule, die sich Geschwister-Scholl-Gymnasium nennt, ist es wichtig, dass diese Werte nicht nur aufgeschrieben und ausgehängt werden, sondern dass sie gelebt werden – im täglichen Miteinander. Unser Ziel ist es, unsere Schüler*innen zu toleranten Menschen zu erziehen, die jeden Mitmenschen so hinnehmen, wie er ist, dabei – so denken mir – muss man bereits bei den „Kleinsten“ starten. Daher hat sich die Rallye zu den Geschwister Scholl zu einem festen Meilenstein an unserer Schule etabliert.

Archiv