Erinnerung an eine vergessene Tradition
Emma Warken

12. Mai 2026

Heute ist der Namenstag von Pankratius. Welch ein Name? Und wer feiert überhaupt noch Namenstag?


Früher war das ganz anders. Der Namenstag war oft genauso wichtig wie der Geburtstag, manchmal sogar wichtiger. Jeder Tag war einem bestimmten Namen gewidmet, meistens einem Heiligen. Heute, am 12.05., feiern wir den Namenstag des Pankratius. Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet „der alles Beherrschende“. Panktarius lebte in Kleinasien und war der Sohn eines wohlhabenden römischen Bürgers. Um das Jahr 300 kam er nach Rom. Hier herrschte Kaiser Diokletian. Er ließ alle Christen verfolgen. Pankatrius wollte den Christen, die eben verfolgt wurden, helfen. Allerdings wurde er verraten und öffentlich geköpft. Die Tatsache, dass Pankratius vor allem im deutschsprachigen Raum relativ beliebt war, liegt daran, dass der Kaiser des römisch-deutschen Reiches Arnulf von Kärnten seine erfolgreiche Eroberung Roms im Jahr 896 der Hilfe des hl. Pankratius zuschrieb. Heute kennen wir ihn eher im Zusammenhang mit den sogenannten Eisheiligen, vom 11.05.-15.05. Bauernregeln besagen, dass sein Gedenktag entscheidend für das Wetter und die Ernte ist, besonders für den Weinbau.


Heutzutage spielt der Namenstag bei vielen kaum noch eine Rolle. Viele wissen gar nicht, wann ihr eigener Namenstag ist. Genau deshalb ist es aber eigentlich ganz interessant, mal kurz darüber nachzudenken. Es zeigt, wie sich Traditionen im Laufe der Zeit verändern.


Vielleicht ist es ja eine kleine Erinnerung daran, dass solche Bräuche früher eine größere Bedeutung hatten.
Und auch wenn man es heute nicht mehr feiert, ist es trotzdem eine besondere Geste, daran zu denken.

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