Austausch mit Polen – meine Erinnerungen
Luna Neumann

9. Juni 2026

Vom 18.05. bis 24.05.26 fand der Gegenbesuch unserer Schüler*innen in Polen statt. War es bereits im vergangenen Jahr zu einem ersten Treffen zwischen den polnischen und den deutschen Schüler*innen in Frankfurt am Main und in Lebach gekommen, so fand nun das zweite Zusammentreffen statt. Die Gruppe konnte wieder sehr schnell an ihre bereits entstandenen Kontakte anknüpfen und diese ausbauen.

Hier erfahrt ihr, was mir, Luna Neumann, besonders in Erinnerung geblieben ist. Was mich persönlich sehr interessiert hat, war die Ausstellung „Klisze Pamięci. Labirynty“ in Harmęże, eine bewegende Kunstausstellung und Kunstinstellation des ehemaligen Auschwitz-Häftlings Marian Kołodziej, die das Grauen des Lagers und das Opfer Maximilian Kolbes künstlerisch verarbeitet. Maximilian Kolbe war ein polnischer katholischer Priester, der im KZ Auschwitz sein Leben für einen Mitgefangenen opferte. In dieser Ausstellung haben wir mehr über beide Leben und über ihre Geschichten erfahren. Die Zeichnungen und Gemälde haben mich sehr inspiriert und uns einen guten Einblick in unsere eigene Vergangenheit gegeben.

Ein besonders eindrucksvoller und berührender Programmpunkt war der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz/Birkenau. Die Atmosphäre dort war sehr bedrückend, und es war bewegend zu sehen, was dort während des Zweiten Weltkriegs passiert ist. Im Nachgang an den Besuch der Gedenkstätte haben wir uns nochmals mit Biografien einiger Überlebender beschäftigt. Sie haben mir gezeigt, wie schwer (und fast unmöglich) es für die Betroffenen war, nach diesen Erlebnissen ein fast normales Leben zu führen. Dieser Besuch hat mich nachdenklich gemacht und wird mir lange in Erinnerung bleiben. Er hat mir nochmals klargemacht, wie wichtig es ist, dass wir uns daran erinnern und dafür sorgen, dass sich so etwas niemals wiederholen wird. Dieser Besuch hat mich in meinem Engagement im Bereich der Erinnerungsarbeit gestärkt.

Nach den vielen sehr emotionalen Eindrücken war das Kanufahren, als gemeinsame Aktivität der polnischen und der deutschen Schüler*innen, ein schöner Ausgleich. Obwohl nicht immer alles perfekt geklappt hat und manche Boote öfter gegen das Ufer oder andere Kanus gefahren sind, hatten wir dabei sehr viel Spaß. Es war eine tolle Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen und etwas zu unternehmen, und ganz nebenbei fand der sprachliche Austausch statt.

Insgesamt hat mir der Polenaustausch sehr gut gefallen. Ich habe viele neue Erfahrungen gesammelt, neue Freunde und Erinnerungen sammeln können, interessante Orte besucht und eine schöne Zeit mit den anderen Schülerinnen und Schülern verbracht. 
Ich freue mich auf ein Wiedersehen.

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